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Am 28.03. ging das vierte Mal die ‘Hack around the clock’ von statten. Schon um 14 Uhr herrschte geschĂ€ftiges Treiben am Veranstaltungsort, dem Jugendzentrum Corner in Salzburg. Trotz der frĂŒhen Stunde standen eine Vielzahl an Helfern bereit die beim Aufbau Hand anlegten. Bereits am Vormittag (!) wurde mit den logistischen TĂ€tigkeiten begonnen. Es wurde eingekauft, alte Hardware durch Salzburg gekarrt, telefoniert und die Mateversorgung sichergestellt. Mehr zu diesem Thema kann man unter dem Punkt ‘Das Kabel fiasko’ lesen.

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Viel Hacken, Netzwerken, Frickeln, Austauschen, Tschunktrinken und Programmieren ist passiert. Generell mag behauptet werden, dass ganz Hacker/Hacksen-typisch, was Hardware und Mate angeht, einfach maßlos ĂŒbertrieben wurden
 xD

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Der Abend wurde von der Band xBloom und windshadow begleitet. xBloom ist eine Wiener Band welche Wert darauf legt OpenSource Tools zu verwenden. Mit einer weiblichen Stimme, Keys, Bass/Gitarre und Drum Machines sowie Computer sorgten sie fĂŒr treibenden Sound bei dem die Bytes nur so sprudelten.

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Windshadow zauberte mit zwei MPCs gefĂŒhlsvolle und meditative Rythmen belegt mit Allerlei aus seinem Sample Sortiment. Ein Live-Stream ermöglichte es, alle die nicht Anwesend sein konnten, auch etwas vom Kuchen abzubekommen. BTW: The cake is a lie!

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Auch dieses Mal beehrte uns die örtliche Lockpicking Gruppe mit einem eigenen Stand. Dieses mal spornten sie probierfreudige Individuen mit einer besonderen Aktion an die sich ‘Free the Pony’ nannte. Wer das Spielzeugpony von dem Schloss um seinen Hals zu befreien vermochte bekam zur Belohnung fĂŒr diese noble Geste eine Flasche Mate auf kosten der Lockpicker. Ein weiteres Highlight war eine Einleitung in das eigene Gießen von SchlĂŒsseln. VersĂŒĂŸt wurde der Abend am Lockpicking Tisch durch geröstete Kakaobohnen und getrocknete Mangos.

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Um fĂŒr ausreichend Zerstreuung zu sorgen wurden aus allen befreundeten Kellern alte aber lauffĂ€hige Hardware mitgebracht. Aufgebaut auf einem riesigen Tisch sorgten die alten Rechner und Konsolen fuer Unterhaltung und trumpften mit zahlreichen, zeitlosen Klassikern des Gaming-Bereichs auf. Zum probieren luden ein:

  • Die Nintendo Konsolen NES, SNES, N64
  • Sega Mega Drive und Sega Game Gear
  • Ein Amiga 500 und ein Toshiba T1200 Laptop
  • Nicht alt aber trotzdem irgendwie passend war der Nintendo 3DS und die ge-Kickstartete Konsole Ouya

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Einige der Besucher sahen die vorhandenen Konsolen auf der Party das erste Mal. In Anbetracht der schieren Masse an vorhandenen Spielen hÀtte der Event unserer Meinung auch gut und gerne eine Woche gehen können.

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Weil hacken auch auf den Magen geht gabs vegetarische und fleischige 1337 Burger. Regelrecht deliziös!

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Die synchronen 35Mbit brachte uns in ein ca. 180m weit entferntes BĂŒro eines Mitglieds. Per CAT1 Kabel flutschten die Bitsnur so ĂŒber zwei BrĂŒcken (eine Strasse, ein BĂ€chlein) von DSL Modem zu DSL Modem. An diesem Punkt muss man sagen, dass es so gut wie unmöglich ist an einem Samstag Morgen ein paar Meter Klingeldraht aufzutreiben. Man möge erwarten ein gut Sortierter Baumarkt hĂ€tte doch etwas Klingeldraht vorrĂ€tig. Aber nachdem 3 Bauhaeuser abgeklappert, 2 LagerhĂ€user angerufen und 4 Elektriker wĂ€hrend ihres wohlverdienten Wochenendes von verzweifelten Hackern kontaktiert wurden
und noch immer keine Internetleitung in Aussicht stand hatten wir uns beinahe mit langsamen Internet oder kuriosen Richtfunk-versuchen abgefunden. Der beherzte Einsatz eines unserer Mitglieder der ĂŒber unseren IRC Channel ĂŒber die Notlage aufmerksam wurde konnte uns dann aber doch noch in allerletzter Minute die benötigten 300m Klingeldraht aus privaten Lagern zur VerfĂŒgung stellen! Nach einer abenteuerlichen Verlegeaktion quer durch das ganze Techno_Z areal konnte die begeisterte Menge endlich online gehen


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Aber da alles auch seine Schattenseiten hat mĂŒssen wir einrĂ€umen das es auch Verluste gab. Eine Bierbank die bislang immer treue Dienste geleistet hatte ging zu Bruch. Scheinbar war sie der Euphorie der Besetzer nicht gewachsen. Nachdem unsere Betriebssysteme niemals abstĂŒrzen haben das diesmal die Hacker selbst erledigt. Es wurde niemand verletzt, aber das neu aufsetzen der Bierbank zeigte keine Wirkung
und nach langen versuchen die Hardware zu retten wurde sie dem RundbehĂ€lter zugefĂŒhrt. Wir werden die Bank und den Salzburger Hackersturz immer in Erinnerung behalten.

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Einen außerordentlichen Dank an das Corner, die Lockpicker und alle die mitgeholfen haben. Ohne Euch wĂ€re das ‘Hack around the clock’ niemals das geworden was es war!

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